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1. September 2017

Online-Version auf der Website des Zürcher Heimatschutzes

 

Podiumsdiskussion: Verhindert die Energiewende zukünftigen Denkmalschutz?

Donnerstag, 26. Oktober 2017, 18 bis 20 Uhr
Lyceum Club Zürich, Rämistrasse 26, Zürich
Referent: Reto Bieli, Bauberater der Kantonalen Denkmalpflege Basel-Stadt 

"Aus der Atomenergie aussteigen, mehr erneuerbare Energien nutzen, weniger Energie brauchen: Auf diesen drei Pfeilern ruht die Energiestrategie des Bundesrats."

Die Notwendigkeit der Erhöhung erneuerbarer Energien wird kaum bestritten. Doch seit Beginn der Energiedebatte wird vermehrt argumentiert, dass die Energiewende unter anderem von der Eindeckung geschützter Bauten und Ortsbildern durch Solar- oder PV-Anlagen abhängt. Dabei liegt der Anteil der Baudenkmäler bzw. Inventarobjekte bei etwa 3% - Tendenz wegen der anhaltenden starken Bautätigkeit sinkend. Gleichzeitig besteht eine grosse Anzahl ungenutzter Dachflächen in den landesweiten Gewerbegebieten und den grossen, seit den 1960'er Jahren erstellten Wohnsiedlungen. Es gilt zu bedenken, dass zur Stromgewinnung genutzte Photovoltaikanlagen, im Gegensatz zu Solaranlagen für Wärmegewinnung, nicht an den Ort des Verbrauchs gebunden sind.

Der Zürcher Heimatschutz sieht sich in der letzten Zeit vermehrt damit konfrontiert, dass die Energiedebatte und die damit einhergehende Nachrüstung des Gebäudebestandes auch die wenigen Baudenkmäler in Stadt und Kanton zunehmend unter Druck setzen. Dabei handelt es sich nicht nur um Photovoltaikanlagen auf Dächern, sondern auch um die Themen Aussendämmungen, Dachanhebungen, Fensterersatz.
Wie ist damit zukunftsgerichtet und lösungsorientiert umzugehen, ohne die wichtigen Anliegen des Denkmal- und Heimatschutzes aufzugeben?
Hat es allenfalls sogar sinnvolle synergetische Strategien welche die scheinbaren ideologischen Gräben überwinden können?

Reto Bieli, Bauberater der Kantonalen Denkmalpflege in Basel-Stadt, wird uns vor diesem Hintergrund in einem Einstiegsreferat aufzeigen, dass Energiewende und Denkmalschutz keine Widersprüche sein müssen, sondern einander durch eine differenziertere Herangehensweise durchaus bereichern können.

In der anschliessenden Diskussionsveranstaltung wird mit weiteren Fachexperten und den Anwesenden über die aufgeworfenen Fragen zu diesem Thema debattiert.


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