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20. Februar 2017

Online-Version auf der Website des Zürcher Heimatschutzes

 

Fischerstube aus der Landizeit

Sehr geehrte Damen und Herren
Liebe Mitglieder

Der Heimatschutz sieht keinen Anlass, gegen das Neubauprojekt vorzugehen, denn das aktuelle Gebäude ist nicht der Originalbau von 1939 und das Neubauprojekt orientiert sich am Gebäude aus der Landizeit.

Die Fischerstube wurde 1939 anlässlich der Landesausstellung eröffnet und nach einem Brand 1957 mit wesentlichen Veränderungen wieder aufgebaut. Da nun die tragenden Pfähle ersetzt werden müssen, kommt es zum Abbruch des Restaurants. Aus raumplanerischen Gründen kommt für die Stadt Zürich nur ein wesensgleicher Wiederaufbau der originalen Fischerstube aus der Landi 1939 in Frage.

Dazu schrieb das Amt für Hochbauten einen Architekturwettbewerb mit der Auflage aus, die Terrasse an der Stirnmitte auszulassen. Getreu der Vorgabe weist das Siegerprojekt von Patrick Thurston aus Bern eine Terrasse in Richtung See aufwärts und eine zurückversetzte zwischen Haupt- und Nebenhaus auf.

Der Stadtrat begründet seine Wahl wie folgt: «Aus denkmalpflegerischer Sicht ist ein Ersatzneubau der Fischerstube nur vertretbar, wenn er sich am Originalbau von 1939 orientiert. Dieser wies keine Terrasse an der Stirnseite auf. Es handelte sich um einen speziellen Bautyp in Form eines urgeschichtlichen Pfahlbauerhauses, vermischt mit Elementen eines mittelalterlichen Bauernhauses. Beiden Typen ist ein Balkon in dieser Form fremd. Aus architektonischer Sicht ist die im Projekt vorgeschlagene gedeckte seitliche Veranda die korrekte bautypologische Antwort auf den geforderten Aussenraum. Eine stirnseitige Terrasse würde als angehängtes Element in Erscheinung treten und das in sich klare Volumen des Neubaus unhaltbar verunklären. Da der Gastraum künftig auch in der kühleren Jahreszeit benutzt wird, würde der Blick aufs Wasser verstellt.»

Losgehen soll es mit dem Neubau 2018.

Ihr Zürcher Heimatschutz ZVH

 

 

Visualisierung über Seeterrasse (Hochbaudepartement der Stadt Zürich)

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Samstag, 25. Februar 2017, 11.30 bis ca. 13.00 h

Der Film von Pio Corradi und Lydia Trüb gibt Einblick in das Atelier von Varlin und sein Leben. Barbara Truog, Vizepräsidentin des ZVH führt kurz in die Besonderheiten des Kinos Uto und in das Engagement des Zürcher Heimatschutzes zum Erhalt historischer Kinosäle ein.... weiter

ZHAW Tagung zum Recht des Heimatschutzes und der Denkmalpflege

Dienstag, 28. Februar 2017, 9:10 bis 12:30 Uhr

Das denkmalkundliche Gutachten, oder kurz: Denkmalgutachten, liefert wesentliche Entscheidungsgrundlagen für die Stadtplanung, die Denkmalpflege, den Heimatschutzverband, Investoren, Architekten usw. weiter

Plan Lumière: Beleuchtungskonzept der Stadt Zürich

Freitag, 24. März 2017, 17.00 bis ca. 20.00 h
Wiederholung der Führung vom November 2016

Die Stadt Zürich ist eine Stadt, die nicht nur tagsüber glänzt, sondern auch abends in besonderem Licht erstrahlt. In einem gemeinsamen Stadtrundgang mit dem Verantwortlichen des ewz wird Ihnen das seit 2005 in Kraft getretene Beleuchtungskonzept "Plan Lumière" vorgestellt.
Weitere Informationen:
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Denkmalpflege in Deutschland

Samstag, 25. März 2017, 8.15 bis ca. 18.00 h

Dank des Zusammenwirkens von bürgerschaftlichem Engagement und staatlicher Denkmalpflege wurden drei Denkmale neu belebt: Lindenhofpark, Rainhaus, Alter Friedhof ... weiter

Baukultur im Kanton Zürich

Die Verdichtung der Gartenstadt

Der Zürcher Heimatschutz wehrt sich gegen den Abriss der Gründersiedlung am Friesenberg.

Der Entwurf der Gartenstädte als einfache Siedlungen für Arbeiter, Fabrikangestellte und Personen mit tiefen Einkommen nach dem Konzept des englischen Genossenschafts-sozialisten Ebenezer Howard wurden ab dem 20. Jahrhundert in diversen Städten in ganz Europa übernommen. Um dem Elend der Arbeiterschaft entgegenzuwirken, die in schlecht belichteten Mietkasernen in überbelegten Wohnungen lebten und sich in der Freizeit betranken, entwickelte er ein Stadtkonzept im Grünen mit viel öffentlichem und privatem Freiraum... weiter.

Etappe 1: Pappelstrasse, 8055 Zürich, 1925


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