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Februar 2019

Online-Version auf der Website des Zürcher Heimatschutzes

 

Liebe Newsletter-Abonnentinnen und -Abonnenten
Liebe Mitglieder

Der Zürcher Heimatschutz hat ein erfolgreiches und wiederum arbeitsintensives Jahr hinter sich. Auch im 2018 hat der Verein erneut über 500 Bauausschreibungen, die ein Inventarobjekt betreffen, behandelt und rund 40 davon gerichtlich angefochten. Diese mehrheitlich ehrenamtlich geleistete Arbeit wird der Zürcher Heimatschutz auch im neuen Jahr fortsetzen und sich mit allen Kräften für den Schutz und Erhalt unseres baukulturellen Erbes engagieren. Die höchst erfolgreich geführten Rekurse im vergangenen Jahr zeigen, dass sich der Einsatz des Zürcher Heimatschutzes gelohnt hat – er wird auch weiterhin nötig sein.

Ohne Sie wäre das nicht möglich gewesen. Wir bedanken uns herzlich für Ihre Unterstützung.

Viel Freude beim Lesen unseres Newsletters.

Freundliche Grüsse
Ihr Zürcher Heimatschutz ZVH

Die Wirtschaft «zur Höhe» in Zollikon, hier auf einer Postkarte von 1916, ist vom Abriss bedroht.

Erfolgreiches Jahr und überraschende Pläne für das Hochschulgebiet

 

Überraschende Pläne für das Hochschulgebiet
Für die Erweiterung des Universitätsspitals und der Universität waren ursprünglich Baumassen geplant, die jeglichen Massstab sprengten. Die Wogen gingen hoch. Im Verlauf der Gespräche hat der Heimatschutz viel dazu beigetragen, dass nun die Rahmenbedingungen Massstab an der bestehenden Stadt genommen haben, an ihren Bauzeugen: an der Erhaltung des Kantonsspitals von Häfeli, Moser Steiger, an der Erhaltung des Gartens und der Alten Anatomie.

Der Heimatschutz verlangte eine Reduktion der Baumassen und Dezentralisierung. Die Entwürfe für die Neubauten überraschen und überzeugen als architektonischer Wurf: «Es sollte nicht wie im Spital aussehen. Deshalb haben wir ja auch nicht eine dieser riesigen Spitalmaschinen entworfen, sondern ein Ensemble aus Häusern», werden die Architekten der Spitalerweiterung, Christ & Gantenbein, in der NZZ zitiert.

Herzog & de Meuron zeichnen für das universitäre Bildungs- und Forschungszentrum, das sogenannte Forum UZH. Indem das Gebäude von der Rämistrasse zurückversetzt wird, entsteht ein grosszügiger, öffentlicher Platz. «Einen solchen Platz hatte bisher niemand auf der Rechnung, er tauchte auch auf keinem Plan auf», schreibt der Tages-Anzeiger. Statt in die Höhe wachsen die Bauten in die Tiefe: Unter dem neuen Platz sollen Hörsäle und Turnhallen untergebracht werden.

Die beiden ersten Projekte sollen bis etwa 2027 realisiert werden. Die Kosten werden je auf rund 600 Millionen Franken geschätzt.

Mehr zu diesem Projekt finden Sie auf der Webseite des Kantons Zürich

(Bild: Blick vom Kollegiengebäude der UZH: Es entsteht ein zentraler Platz mit grossen Bäumen im Herzen des Hochschulquartiers. : Es entsteht ein zentraler Platz mit grossen Bäumen im Herzen des Hochschulquartiers.

Blick vom Kollegiengebäude der UZH auf die geplante Gloriaterrasse (Bild: © Herzog & de Meuron)

Heimatschutz hocherfreut – Die Gartenstadtsiedlung im Friesenberg erhält Schutz
Der Zürcher Heimatschutz ist hocherfreut über das klare Verdikt des Verwaltungsgerichts zur historischen Gartenstadtsiedlung im Friesenberg: Die ersten beiden Bauetappen der Stadtzürcher Friesenbergsiedlung sind hochgradig schutzwürdig und ein Abbruch klar unverhältnismässig. Das Geschäft geht zurück an den Absender: Der Stadtrat muss die Siedlung unter Schutz stellen.

Hier erfahren Sie mehr

Link zu den Neujahrsblättern des Stadtzürcher Heimatschutzes.

Jahresrückblick: Kommunikation des Zürcher Heimatschutzes 2018
Seit April 2018 ist der Vorstand des Zürcher Heimatschutzes um die Zuständigkeit der Kommunikation nach aussen ergänzt. Eine kurze Übersicht über die Medienmitteilungen zu unseren Fällen seither finden Sie hier: Jahresrückblick Kommunikation ZVH 2018 (pdf)

«Im Rees 4» (Bild: © Lydia Trüb), für welches der Zürcher Heimatschutz in Zusammenarbeit mit der Eigentümerschaft einen Schutzvertrag erreichen konnte.


AGENDA

Ein attraktives Veranstaltungsprogramm für 2019 erwartet Sie

Auch in diesem Jahr lockt ein vielfältiges Angebot an Veranstaltungen, die Ihnen spannende Einblicke in das reiche baukulturelle Erbe der Schweiz bieten werden. Die erste Veranstaltung führt durch die Zürcher Bahnhofstrasse und zeigt die umgenutzten Schalterhallen der Grossbanken sowie geschützte Geschäftshäuser der Nachkriegsmoderne. Diese Führung ist bereits ausgebucht. 

Platz hat es indes für die weiteren Veranstaltungen wie zur Wohnkultur in Zürich Hirslanden, einer Führung im denkmalgeschützten Kraftwerk Eglisau, zu einem gelungenen Beispiel einer zeitgemässen Nutzung eines sehr alten Hochstudhauses oder zum Arboretum, dem Park "in Enge", eine Führung zum Kloster Rheinau und dem historischen Wirtshaus Buck oder auch zum Kohlebergwerk Riedhof bei Aeugst. Für diese Veranstaltung bieten wir zwei Termine an. Die Platzzahl ist beschränkt.

alle Veranstaltungen/Führungen des ZVH 2019

Bankgebäude an der Bahnhofstrasse 53 (Foto: BAZ)

Generalversammlungen Zürcher Heimatschutz und Stadtzürcher Heimatschutz

Sowohl der Zürcher Heimatschutz ZVH als auch der Stadtzürcher Heimatschutz SZH laden ihre Mitglieder zur ihren jährlichen Generalversammlungen ein. Merken Sie sich die Termine schon heute vor. Die persönlichen Einladungen erhalten Sie zu einem späteren Zeitpunkt.

GV Zürcher Heimatschutz: Samstag, 15. Juni 2019, 14.00 Uhr, Kappel am Albis.
GV Stadtzürcher Heimatschutz: Samstag, 25. Mai 2019, 14.00 Uhr, Ort ist noch nicht bekannt.

Bei beiden Anlässen wird es ein attraktives Begleitprogramm geben. 

Ausserdem

Podiumsdiskussion des Zürcher Heimatschutzes zum Thema «Verdichtetes Bauen in Gebieten mit geschützten Bauten»

Gegenwärtig sind im Parlament zwei parlamentarische Initiativen der Zürcher Nationalräte Egloff und Rutz hängig. Die zuständige Kommission des Nationalrates hat mit 12 gegen 11 Stimmen bei zwei Enthaltungen beschlossen, auf diese einzutreten. Die Sache ist also hoch umstritten. Worum geht es? Beide Vorstösse fordern, dass bei Bauvorhaben die Anliegen der Verdichtung und andere «öffentliche» Interessen (was immer das sein mag) gegenüber dem Ortsbildschutz Vorrang haben sollen. Die Folgen für die Stadt- und Ortsbilder werden dramatisch sein. Dieses Thema wird den Heimatschutz in Zürich und anderswo in den nächsten Jahren sehr stark fordern. Dies ist ein Grund, weshalb wir Ihnen, liebe Mitglieder, und auch weiteren Interessierten die Gelegenheit geben möchten, sich direkt mit den gegensätzlichen Standpunkten vertraut zu machen.

Der Anlass findet am Montag, den 25. März 2019, im Haus Hirschengraben 50 (Nähe Central) statt, von 19.00 Uhr bis ca. 21.00 Uhr.

Es referieren unter der Leitung von Dr. Felix Müller (früher Chefredaktor NZZ am Sonntag):
Prof. Dr. Arnold Marti (Uni Zürich, ISOS-Spezialist)
Nationalrat Hans Egloff (SVP, Hauseigentümerverband, Initiant) und
Prof. Martin Killias
(Präsident Heimatschutz).

Werden Sie Mitglied beim Zürcher Heimatschutz, wenn Sie es nicht schon sind!

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